Veranstaltungen

 

Literarische Begegnungen

Datum: 24. März 2019

Uhrzeit: 17 Uhr

Ort: Hebelsaal des Dreiländermuseums Lörrach

Christoph Meckel

Copyright: Annette Pohnert / Carl Hanser Verlag

Der 1935 geborene Lyriker, Erzähler und Graphiker Christoph Meckel ist fest im deutschen Südwesten, vor allem in Freiburg, verwurzelt und lebte doch lange Jahre in Berlin, im Süden Frankreichs und in Italien. Er unternahm immer wieder ausgedehnte Reisen durch Europa, Afrika und Amerika.

Für sein Schaffen wurde er 2018 vom Land Baden-Württemberg mit dem Johann-Peter-Hebel-Preis ausgezeichnet; der Hebelbund Lörrach gehört satzungsgemäß der Preisjury an. In der Begründung des Ministeriums heißt es: „Ausgezeichnet wird ein bedeutender zeitgenössischer Autor und großer Lyriker, dessen Werke durch ihre Zeitlosigkeit bestechen. … Zu Christoph Meckels zentralen Motiven gehören das Unterwegssein sowie ein Hang ins Weite und Unbekannte. Er konfrontiert uns in seinem Werk mit zivilisatorischen Schattenseiten, dem Schicksal von Flüchtlingen, mit Randexistenzen und einer von Krieg und Naturkatastrophen heimgesuchten Welt. Damit ist er sehr aktuell, und sein Werk macht deutlich, wie sich in der Literatur die gelebte Realität einer Gesellschaft widerspiegeln und kulturelle Kreativität mit sprachlicher Tradition verbinden kann.“

Der Hebelbund ist stolz, Christoph Meckel als Gast seiner „Literarischen Begegnungen“ in Lörrach zu empfangen. HB

Hebelgottesdienst

Datum: 5. Mai 2019

Uhrzeit: 10 Uhr

Ort: Evangelische Stadtkirche Lörrach

Liturgie und Predigt: Pfarrer Hellmut Wolff, Zell im Wiesental

Orgel: Herbert Deiniger

HB

Schatzkästlein

Datum: 5. Mai 2019

Uhrzeit: 11.15 Uhr

Ort: Dreiländermuseum Lörrach

Begrüßung: Volker Habermaier, Präsident


Johann Sebastian Bach: Aus der Sonate Nr. 2 für Violine solo in a-moll, BWV 1003 – Gregor Hänssler, Violine


Fotografie Frank Kreutner

Arnold Stadler über „Vergänglichkeit“

Im Rahmen der Ausstellung des Dreiländermuseums zum Schloss Rötteln, das die Kulisse für Johann Peter Hebels großes Gedicht „Die Vergänglichkeit“ bildet, liest der Hebelpreisträger 2010 aus Hebels und eigenen Werken.


Johann Sebastian Bach: Aus der Sonate Nr. 2 für Violine solo in a-moll, BWV 1003 – Gregor Hänssler, Violine


Verleihung des Hebeldankes 2019 durch den Präsidenten des Hebelbundes

Worte der ausgezeichneten Persönlichkeit


Eugène Ysaÿe: Sonate Nr. 3 für Violine solo in d-moll, Op. 27/3 – Gregor Hänssler, Violine


Schlusswort: Volker Habermaier, Präsident

HB

Literarische Begegnungen

Datum: 26. Mai 2019

Uhrzeit: 17 Uhr

Ort: Hebelsaal des Dreiländermuseums Lörrach

Bruno Epple: „Lob der Schöpfung“

Nach einiger Zeit kommt Bruno Epple wieder nach Lörrach, der große Lyriker, Erzähler und Maler vom Bodensee.

Manfred Bosch hat den 1931 geborenen Epple einmal einen „Poeten“ genannt; Bezeichnungen wie „Schriftsteller“ oder „Autor“, „Literat“ gar, passten nicht zu diesem Künstler, der, so scheine es, „selig vor sich hinschreibe“. Ob dies so anstrengungslos sei, wie die Formulierung nahelegen könnte, mag füglich bezweifelt werden. Epples Gedicht „Der Seiltänzer“ bringt es zum Ausdruck: „Was muss er mühsam die eigene Schwere / bezwungen haben dass er / auf seinem Seil dahinschweben kann / gleich einer Flocke. // So möchte ich so / unbedenklich im Spiel und heiter / denken können von Wort zu Wort / hoch über dem Abgrund.“

Epple liest Texte in der Hochsprache und in Mundart – ganz im Geist Hebels, der auch beide Sprachen gleichermaßen beherrschte. HB

Gerhard Jung zu Ehren

Datum: 5. Juli 2019

Uhrzeit: 19 Uhr

Ort: Alte Halle, Lörrach-Haagen

Es ist an der Zeit, wieder einmal an den unvergleichlich vielseitigen und sprachgewaltigen alemannischen Dichter Gerhard Jung (1926-1998) zu erinnern, der als Vorstandsmitglied des Hebelbundes lange Jahre für die literarische Reihe verantwortlich war. Noch leben viele Freundinnen und Freunde, Kenner seiner Dichtung, Wegbegleiter und Literaten, die in ihm einen unschätzbaren Ratgeber und Ermunterer erfahren haben. Von ihnen soll das Programm geprägt sein.

Natürlich wird die Zeller Trachtengruppe dabei sein, die er viele Jahre lang künstlerisch geleitet hat und für die er Gedichte, Tänze und Lieder geschrieben, komponiert und gestaltet hat. Außerdem werden Menschen aus seinem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis einen Lieblingstext aus Gerhard Jungs Schaffen vortragen und dann kurz erzählen, was sie damit verbinden. Dies wird sicher eine spannende und schöne Vortrags- und Gesprächssituation ergeben.

Dabei sollte auch dem früheren Motto der Hebelbund-Abschlussveranstaltung eines Jahres „Wer kann, der darf“ Raum gegeben werden. Das heißt, auch nicht speziell angeschriebene Personen können sich einbringen, spontan. Durch das Programm führt Markus Manfred Jung. HB

Mit Hebel unterwegs…

Datum: 22. September 2019

Uhrzeit: 13 - ca. 18.30 Uhr

Ort: Abfahrt Busbahnhof Lörrach

Der Wiese entlang

Fahrt und einige Haltestationen auf Spuren von Johann Petere Hebels Gedicht Die Wiese von der Quelle bis zur Mündung mit passenden Lesungen aus dem Gedicht.

Kosten: 33 EUR für Fahrt, Kaffee und Kuchen

Bitte auf Kto. Hebelbund Lörrach enbezahlen:

Sparkasse Lörrach DE75 6835 0048 0001 0106 36 BIC: SKLODE66

Anmeldung bitte bis zum 15. September 2019 an: Inge Hemberger, Höfstr. 23, 79664 Wehr, Tel: 0049 7762 5219 925, i.hemberger@hebelbund.de

HB

Hebel lesen …

Datum: 18. Oktober 2019

Uhrzeit: 19 Uhr

Ort: Hebelsaal des Dreiländermuseums Lörrach

Die Vergänglichkeit“ mit Markus Manfred Jung und Uli Führe

Konzert und Lesung

Ein Programm mit Uli Führe und Markus Manfred Jung mit Liedern und Texten, ganz im Zeichen von Röttler Schloss und Vergänglichkeit. Führe hat Texte von Hebel, Jung, Manfred Marquardt, Johannes Kaiser und anderen vertont. Einiges wird uraufgeführt werden.

Der Hebelbund führt diese Veranstaltung in Kooperation mit Dreiländermuseum Lörrach und Hebelhaus Hausen im Wiesental durch. Gefördert wird sie erstmals in besonderer Weise von der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG). HB

Hebel lesen …

Datum: 19. Oktober 2019

Uhrzeit: 14 - 17 Uhr

Ort: Hebelhaus, Hausen im Wiesental

„Die Vergänglichkeit“ mit Markus Manfred Jung und Uli Führe

Hebel-Texte werden häufig zitiert, hierzulande vor allem einzelne Verse aus den „Alemannischen Gedichten“. Viele Menschen können ganze Strophen, gar Gedichte auswendig hersagen. Dieses Lebendigkeit Hebels greift der Hebelbund Lörrach in einem neuen Veranstaltungsformat aus: Hebel lesen. Dabei geht es darum, miteinander und unter Anleitung von Fachleuten Texte Hebels als Ganzes zu lesen, zu befragen und zu deuten.

In diesem Jahr steht – im Rahmen der Ausstellung „Burg Rötteln – Herrschaft zwischen Basel und Frankreich“ (13.04.-17.11.2019 im Dreiländermuseum) – Hebels großes Gedicht über das Ende aller Zeit „Die Vergänglichkeit“ im Mittelpunkt des Interesses. Markus Manfred Jung, Träger des Hebeldankes 2009, Autor und Germanist, beschäftigt sich in einem Seminar mit dem Text, den er seit den Tagen seines Studiums, als er über dieses Gedicht seine Examensarbeit schrieb, immer wieder in seiner Tiefe auslotete.

Am Vorabend werden Uli Führe und Markus Manfred Jung ein Programm mit Liedern und Texten darbieten, ganz im Zeichen von Röttler Schloss und Vergänglichkeit. Führe hat Texte von Hebel, Jung, Manfred Marquardt, Johannes Kaiser und anderen vertont. Einiges wird uraufgeführt werden.

Der Hebelbund führt diese Veranstaltung in Kooperation mit Dreiländermuseum Lörrach und Hebelhaus Hausen im Wiesental durch. Gefördert wird sie erstmals in besonderer Weise von der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG).Wegen der Größe des Seminarraums und der Anzahl der Reader, die Markus Manfred Jung für jeden Besucher zusammenstellt, bitten wir um vorherige Anmeldung (bis 12. Oktober 2019) an: m.m.jung@hebelbund.deHB

Literarische Begegnungen

Datum: 17. November 2019

Uhrzeit: 17 Uhr

Ort: Hebelsaal des Dreiländermuseums Lörrach

Andreas Kohm: „Dr Schnawwl iwwerzwerch gwachse“

Fotograf: Linus Kohm

Irgendwann inmitten seiner lyrischen Produktion in Hochsprache und nach jahrelangem Zögern hat er dann doch angefangen: das Dichten in der „Muddersprooch“, im Dialekt, in der Sprache, in der er aufgewachsen war. „Durmescherisch“, wie alle Dialekte eine ´kleine Sprache´, und gleichwohl eine, in und aus der seine Welt entstand, sein „W/Ort“ atmet. Eine Sprache, die stark und zart zugleich ist, denn nur so kann sie hinabreichen, hinabhorchen in etwas, das in seiner Flüchtigkeit immer aufs Neue erinnert werden muss.

Für den Literaturwissenschaftler Andreas Kohm (Jahrgang 1966), den viele von Ihnen als Rezensenten der „Badischen Zeitung“ kennen, ist der Dialekt widersprüchlich, zeigt sich in ihm doch Auflösung und subversive Veränderung zugleich. Kohm macht im Dichten – im Dialekt wie in der Hochsprache – jene Erfahrung der Fremde in der eigenen Sprache aus, die wohl jeden Menschen gelegentlich anfällt.

Wie Hebel auch schreibt der Nordbadener Kohm Dialektliteratur nicht mehr in der sprachlichen Heimat, sondern in der Pfalz, wo er seit Jahren lebt. Und wie Hebel veröffentlicht Kohm nicht nur in der Mundart, sondern auch in der Hochsprache mit ihren zahllosen Einflüssen. So wird die erfahrene Mehrsprachigkeit zur Öffnung hin zu einem imaginären Transit-Raum „da/zwischen“, „do/dezwisched“: in ihr verlautet manche Un-Ruhe, manches Glück, mancher ungesagte Satz. Und die Welt wird wieder, was sie ist: ein Ver-Sprechen. HB

Literarische Begegnungen

Datum: 12. Januar 2020

Uhrzeit: 17 Uhr

Ort: Hebelsaal des Dreiländermuseums Lörrach

Prof. Dr. Alexander Honold: Allegorien der Vergänglichkeit. Hebel, Benjamin und die Ästhetik der Ruine

In den letzten Jahren hat der Hebelbund sich mit der Lektüre Hebels durch die Philosophen Martin Heidegger und Ernst Bloch beschäftigt. Zu den großen Liebenden des Werks Johann Peter Hebels gehörte auch der Philosoph Walter Benjamin (1892-1940). Benjamin nannte Hebel einen „der größten Moralisten aller Zeiten“ und schrieb, die „,reine´ Humanität der Aufklärung“ habe sich bei Hebel „mit Humor gesättigt“.

Prof. Dr. Alexander Honold wurde 1962 geboren und ist seit 2000 Ordinarius für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Basel. Er hat sich immer wieder mit Hebel beschäftigt hat und ist ein profunder Kenner des Werks von Benjamin. Unter dem Titel „Erzählen“ gab er 2007 Schriften Walter Benjamins “zur Theorie der Narration und zur literarischen Prosa“ heraus.

2015 sprach Prof. Honold auf Einladung des Hebelbundes in Lörrach zum Thema „Der fremde Blick, das trügerische Wort und der vertraute Sinn. Exotisches bei Hebel“. HB