Veranstaltungen

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Literarische Begegnungen: Klaus-Dieter Reichert

Datum: 17. September 2017

Uhrzeit: 17 Uhr

Ort: Dreiländermuseum Lörrach

Klaus-Dieter Reichert: „beispielsweise“.
Alemannische Mundart am westlichen Bodensee

Immer wieder war Bruno Epple, der Doyen der Bodensee-Mundart-Literatur, Gast des Hebelbundes. Wir hatten die Möglichkeit, den Zauber seiner Sprache und der Welt des Bodensees zu genießen.
Nun kommt Klaus-Dieter Reichert nach Lörrach und stellt die alemannische Mundart des westlichen Bodensees vor. Anhand von Textbeispielen der sechs Radolfzeller Autoren Hermann Sernatinger (1870–1950), Bruno Epple, Manfred Bosch, Thomas Burth, Hanspeter Wieland und von eigenen Stücken charakterisiert er die Menschen der dortigen Region. Darüber hinaus soll auch der Blick in den näheren Umkreis gehen, wo so namhafte Mundartautoren wie Walter Fröhlich = WAFRÖ (Singen), Rosemarie Banholzer (Konstanz) und Hans Flügel (Singen) wirken und gewirkt haben.

Klaus-Dieter Reichert ist 1945 in Radolfzell geboren und dort aufgewachsen. Mit 22 Jahren ging er ins Schwäbische, um dort sein Geld zu verdienen. Mit den Jahren wurde aus dem gelernten Mechaniker ein Lehrer für Grund- und Hauptschulen. Er schreibt seit Mitte der 70er Jahre Mundart und publiziert regelmäßig. Der gekonnte Vortragsstil machen Reicherts Auftritte zu einem Erlebnis.

„Mit Hebel unterwegs …“

Datum: 24. September 2017

Uhrzeit: 14.30 - 16 Uhr

Ort: In der Evangelischen Nikolauskirche in Lörrach-Hauingen

… in Hauingen

Am 30. Juli 1759 heirateten in der Hauinger Kirche die Eltern Johann Peter Hebels: Johann Jacob Hebel aus Simmern in der Kurpfalz und Ursula Örtlin aus Hausen im Wiesental.
Warum nicht in Basel, wo sie wohnten?
Warum nicht in Hausen, dem Heimatort von Ursula Örtlin?
Warum ausgerechnet in Hauingen?
Diesen Fragen gehen wir in einem Vortrag nach. Dazu lesen Inge Hemberger und Dr. Helen Liebendörfer Texte zum Thema.
Anschließend trifft man sich im Gemeindehaus neben der Kirche zu Gespräch, Kaffee und Kuchen.

Unkostenbeitrag: 10 € p. P. 
(wird vor Ort eingezogen)
Anmeldung bis zum 17. September 2017 an:
Inge Hemberger, Höfstr. 23, 79664 Wehr
Tel: 07762 5219 925 oder per Mail: 
i.hemberger@hebelbund.de

Literarische Begegnungen: Lukas Bärfuss

Datum: 2. November 2017

Uhrzeit: 20 Uhr

Ort: Dreiländermuseum Lörrach

ACHTUNG KEIN SONNTAGSTERMIN!

Lukas Bärfuss:
„Hagard“ (Roman, 2017)

2016 erhielt Lukas Bärfuss den Johann-Peter-Hebel-Preis des Landes Baden-Württemberg. Bettina Schulte von der „Badischen Zeitung“ – wie der Präsident des Hebelbundes Lörrach Mitglied der Preisjury – schrieb aus diesem Anlass: „Kunst ist für Lukas Bärfuss eine „Kommunikationsform“. Hebel, dem rastlosen aufklärerischen Publizisten, hätte das gefallen.“

In Lörrach stellt Bärfuss seinen erst 2017 erscheinenden Roman „Hagard“ vor.

Sein Verlag schreibt: „In jedem seiner Romane wagt Lukas Bärfuss sich auf neues Terrain. In »Hagard« folgt er einem Verfolger, und als Leser fühlt man sich fortwährend ganz nah an dessen Kopf.
Ein Mann, eben stand er während des Feierabendgedrängels noch am Eingang eines Warenhauses, folgt aus einer Laune heraus einer Frau. Er kennt sie nicht, sieht sie auch nur von hinten, aber wie in einem Spiel sagt er sich: Geht sie dort entlang, folge ich ihr nicht weiter; geht sie in die andere Richtung, spiele ich das Spiel noch eine kleine Weile weiter.
Was ihn bewegt, ist erst einmal unklar. Ist der Verfolger einfach ein gelangweilter Schnösel? Ein Verrückter? Ein Verbrecher? Er scheint selbst vor etwas zu fliehen.
Etwas Bedrohliches liegt in der Luft, etwas Getriebenes. Ein atemloser Sog entsteht, in den auch der Leser gerät, je länger die Verfolgung anhält. Allen Sinneswahrnehmungen haftet etwas beunruhigend Surreales an. Die aufgerufenen Fragen über unsere Lebenswirklichkeit im 21. Jahrhundert gewinnen eine unabweisbare Schärfe.“

Lesung

Datum: 12. November 2017

Uhrzeit: 11.15 Uhr

Ort: Dreiländermuseum Lörrach

Fremdveranstaltung

Das Mitglied des Präsidiums des Hebelbundes Lörrach, Dr. Helen Liebendörfer, aus ihrem Roman „Die Frau im Hintergrund“, der das Leben der Wibrandis Rosenblatt, der Gemahlin dreier Reformatoren, behandelt.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reformationsausstellung des Dreiländermuseums statt.“

Vortrag zum Reformationsjubiläum im Rahmen der Sonderausstellung des Dreiländermuseums

Datum: 3. Dezember 2017

Uhrzeit: 17 Uhr

Ort: Dreiländermuseum Lörrach

Dr. Martin Schneider, Pfr.i.R.: „Fromm und frei“. Zwischen Hebel und Henhöfer: die Evangelische Landeskirche in Baden und ihre Interpretation des reformatorischen Erbes

Johann Peter Hebel (1760-1826) war an der Zusammenführung der beiden protestantischen Kirchen des 1806 neu geschaffenen Großherzogtums Baden beteiligt: der lutherischen und der reformierten. 1821 wurde er Prälat – dem heutigen Landesbischof vergleichbar – der neugeschaffenen Evangelischen Landeskirche in Baden. Nötig war die Kirchenunion geworden, da zur inneren Staatswerdung Badens auch die Integration der evangelisch-lutherischen Tradition Altbadens und der evangelisch-reformierten Tradition der neu zum Großherzogtum gekommenen Gebiete gehörte.

Aloys Henhöfer (1789-1862), ursprünglich katholischer Priester, trat 1822 zum Protestanismus über. Er war ein Theologe der Erweckungsbewegung des frühen 19. Jahrhunderts und stand damit im Gegensatz zur Theologie der Aufklärung, von der Johann Peter Hebel beeinflusst war.

Der Vortrag zeigt anschaulich die Bandbreite evangelischen Glaubens zur Zeit Hebels auf und vertieft damit unser Verständnis des Erbes der Reformation im deutschen Südwesten.

Dr. Martin Schneider war theologischer Referent der Europäischen Melanchthon Akademie in Bretten und ist Spezialist für die Theologie des 18. und 19. Jahrhunderts. Der Vortrag findet in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Landeskirche in Baden statt