Veranstaltungen

 

Hebel lesen …

Datum: 18. Oktober 2019

Uhrzeit: 19 Uhr

Ort: Hebelsaal des Dreiländermuseums Lörrach

„Die Vergänglichkeit“ mit Markus Manfred Jung und Uli Führe

Konzert und Lesung

Ein Programm mit Uli Führe und Markus Manfred Jung mit Liedern und Texten, ganz im Zeichen von Röttler Schloss und Vergänglichkeit. Führe hat Texte von Hebel, Jung, Manfred Marquardt, Johannes Kaiser und anderen vertont. Einiges wird uraufgeführt werden.

Der Hebelbund führt diese Veranstaltung in Kooperation mit Dreiländermuseum Lörrach und Hebelhaus Hausen im Wiesental durch. Gefördert wird sie erstmals in besonderer Weise von der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG). HB

Hebel lesen …

Datum: 19. Oktober 2019

Uhrzeit: 14 - 17 Uhr

Ort: Hebelhaus, Hausen im Wiesental

„Die Vergänglichkeit“ mit Markus Manfred Jung

Hebel-Texte werden häufig zitiert, hierzulande vor allem einzelne Verse aus den „Alemannischen Gedichten“. Viele Menschen können ganze Strophen, gar Gedichte auswendig hersagen. Dieses Lebendigkeit Hebels greift der Hebelbund Lörrach in einem neuen Veranstaltungsformat aus: Hebel lesen. Dabei geht es darum, miteinander und unter Anleitung von Fachleuten Texte Hebels als Ganzes zu lesen, zu befragen und zu deuten.

In diesem Jahr steht – im Rahmen der Ausstellung „Burg Rötteln – Herrschaft zwischen Basel und Frankreich“ (13.04.-17.11.2019 im Dreiländermuseum) – Hebels großes Gedicht über das Ende aller Zeit „Die Vergänglichkeit“ im Mittelpunkt des Interesses. Markus Manfred Jung, Träger des Hebeldankes 2009, Autor und Germanist, beschäftigt sich in einem Seminar mit dem Text, den er seit den Tagen seines Studiums, als er über dieses Gedicht seine Examensarbeit schrieb, immer wieder in seiner Tiefe auslotete.

Am Vorabend werden Uli Führe und Markus Manfred Jung ein Programm mit Liedern und Texten darbieten, ganz im Zeichen von Röttler Schloss und Vergänglichkeit. Führe hat Texte von Hebel, Jung, Manfred Marquardt, Johannes Kaiser und anderen vertont. Einiges wird uraufgeführt werden.

Der Hebelbund führt diese Veranstaltung in Kooperation mit Dreiländermuseum Lörrach und Hebelhaus Hausen im Wiesental durch. Gefördert wird sie erstmals in besonderer Weise von der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG).Wegen der Größe des Seminarraums und der Anzahl der Reader, die Markus Manfred Jung für jeden Besucher zusammenstellt, bitten wir um vorherige Anmeldung (bis 12. Oktober 2019) an: m.m.jung@hebelbund.deHB

Literarische Begegnungen

Datum: 17. November 2019

Uhrzeit: 17 Uhr

Ort: Hebelsaal des Dreiländermuseums Lörrach

Andreas Kohm: „Dr Schnawwl iwwerzwerch gwachse“

Fotograf: Linus Kohm

Irgendwann inmitten seiner lyrischen Produktion in Hochsprache und nach jahrelangem Zögern hat er dann doch angefangen: das Dichten in der „Muddersprooch“, im Dialekt, in der Sprache, in der er aufgewachsen war. „Durmescherisch“, wie alle Dialekte eine ´kleine Sprache´, und gleichwohl eine, in und aus der seine Welt entstand, sein „W/Ort“ atmet. Eine Sprache, die stark und zart zugleich ist, denn nur so kann sie hinabreichen, hinabhorchen in etwas, das in seiner Flüchtigkeit immer aufs Neue erinnert werden muss.

Für den Literaturwissenschaftler Andreas Kohm (Jahrgang 1966), den viele von Ihnen als Rezensenten der „Badischen Zeitung“ kennen, ist der Dialekt widersprüchlich, zeigt sich in ihm doch Auflösung und subversive Veränderung zugleich. Kohm macht im Dichten – im Dialekt wie in der Hochsprache – jene Erfahrung der Fremde in der eigenen Sprache aus, die wohl jeden Menschen gelegentlich anfällt.

Wie Hebel auch schreibt der Nordbadener Kohm Dialektliteratur nicht mehr in der sprachlichen Heimat, sondern in der Pfalz, wo er seit Jahren lebt. Und wie Hebel veröffentlicht Kohm nicht nur in der Mundart, sondern auch in der Hochsprache mit ihren zahllosen Einflüssen. So wird die erfahrene Mehrsprachigkeit zur Öffnung hin zu einem imaginären Transit-Raum „da/zwischen“, „do/dezwisched“: in ihr verlautet manche Un-Ruhe, manches Glück, mancher ungesagte Satz. Und die Welt wird wieder, was sie ist: ein Ver-Sprechen. HB

Literarische Begegnungen

Datum: 12. Januar 2020

Uhrzeit: 17 Uhr

Ort: Hebelsaal des Dreiländermuseums Lörrach

Prof. Dr. Alexander Honold: Allegorien der Vergänglichkeit. Hebel, Benjamin und die Ästhetik der Ruine

In den letzten Jahren hat der Hebelbund sich mit der Lektüre Hebels durch die Philosophen Martin Heidegger und Ernst Bloch beschäftigt. Zu den großen Liebenden des Werks Johann Peter Hebels gehörte auch der Philosoph Walter Benjamin (1892-1940). Benjamin nannte Hebel einen „der größten Moralisten aller Zeiten“ und schrieb, die „,reine´ Humanität der Aufklärung“ habe sich bei Hebel „mit Humor gesättigt“.

Prof. Dr. Alexander Honold wurde 1962 geboren und ist seit 2000 Ordinarius für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Basel. Er hat sich immer wieder mit Hebel beschäftigt hat und ist ein profunder Kenner des Werks von Benjamin. Unter dem Titel „Erzählen“ gab er 2007 Schriften Walter Benjamins “zur Theorie der Narration und zur literarischen Prosa“ heraus.

2015 sprach Prof. Honold auf Einladung des Hebelbundes in Lörrach zum Thema „Der fremde Blick, das trügerische Wort und der vertraute Sinn. Exotisches bei Hebel“. HB